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Neue Medienstation zum Thema Reformation in Brandenburg

In wenigen Tagen werden deutschlandweit die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum begangen. Im Gotischen Haus, Ritterstraße 86 endet am 31. Oktober 2017 die Sonderausstellung "Here I Stand - hier stehe ich" des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres kann sich der Besucher von einer ganz besonderen Seite der Ausstellung nähern - modern, strukturell gut aufgebaut und in ansprechendem Design. Eine neue interaktive Medienstation zeigt die Reformationsgeschichte unserer Stadt in all ihren Facetten.

Das neue und nachwirkende Angebot zum Reformationsjubiläum 2017 soll Gelegenheit bieten, sich mit der Reformation und ihren religiösen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen auf unsere Stadt auch nach dem Jubiläumsjahr auseinander zu setzen. Es wird ein spannendes Bild der Reformation aufgezeichnet und gleichzeitig ermöglicht, die reformatorischen Bewegungen und ihre Gegenströmungen in den einzelnen Kirchen zu erleben. Die digitale Schau bietet beides: eine kompakte Übersicht zur Reformation oder vertiefend umfangreiche Hintergrundinformation zur weitergehenden Beschäftigung mit der Reformationsgeschichte. Bedeutende Exponate werden mit den entsprechenden Hintergrundinformationen gezeigt. Den prägenden Einfluss Martin Luthers und der Reformation in den beiden Städten Brandenburg und im Dom auf eine so innovative und ansprechende Art über die multimediale Schatzkiste zu präsentieren, ist spannend für Brandenburg an der Havel: gelebte Werte und Traditionen sowie gleichzeitig digital und hochmodern. In Brandenburg gibt es viele Zeugnisse der Zeit, die so präsentiert werden können. Die Kirchen, insbesondere die nicht mehr vorhandene Marienkirche auf dem Marienberg, vielleicht wird manchem Brandenburger erst jetzt richtig bewusst, welch großer Verlust damit einhergegangen ist, außerdem die Rathäuser der beiden Städte Brandenburgs, das Gotische Haus oder das Kurfürstenhaus.

Interessierte aus der ganzen Welt können sich über die Reformationsereignisse informieren oder in einer Luther-Bibel digital blättern. Die Besucher der virtuellen Schau können damit dieses Buch genau unter die Lupe nehmen, das sonst im Depot verwahrt oder mit einer Vitrine geschützt wird. Auch ein Vergleich mit einer Bibel aus dem Jahr 1497 (einem Glanzstück aus der Bibliothek des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel) ist möglich. Zu sehen sind u.a. viele Kunstwerke der wichtigsten Künstler dieser Zeit – Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer. Ermöglicht wurde dies durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stiftung Wredowsche Zeichenschule. 

Den Zugang zur Ausstellung können die Ausstellungsbesucher nach Belieben selbst wählen: über die Einstiege  „Reformationspfad“, „Kunst“, „Reformation im historischen Kontext“ oder eine „Zeitleiste“. Welche Personen standen im Mittelpunkt des Reformationsprozesses, z. B.  der Protagonist Erasmus Alberus, Reformator, Weggefährte Matin Luthers, Pfarrer in der St. Katharinen. 

Über den Zugang  „Reformation im historischen Kontext“ ist es auch möglich sich intensiv mit dem ThemaDer große Reformator und sein langer dunkler Schatten“ zu beschäftigen. Von der kontrovers diskutierten Thematik der „Judensau“ im Dom St. Peter und Paul, über die Verantwortung der Kirchen in beiden Weltkriegen bis zum Gebet für unser Land“ im November 1989. Das Publikum kann sich auch von Objekt zu Objekt treiben lassen. 

Die Digitalisierung eröffnet dem Museum ganz neue Möglichkeiten, Kunst und Kultur zu vermitteln und so auch neue Besuchergruppen zu begeistern. Hierbei soll vor allem die Wissensvermittlung durch den Einsatz digitaler Technologien in den Fokus genommen werden.  Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel hofft mit dem neuen digitalen Angebot, Unterstützer und Mitstreiter zu gewinnen, die Digitalisierung im Bereich des Kulturerbes einen großen Schritt voranzubringen und hier mit der Museumsarbeit international konkurrenzfähig zu werden. Die Autoren der Ausstellung möchten damit ein weltweites Publikum erreichen – das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel ist nicht mehr nur vor Ort erlebbar, sondern ist auch im Internet immer geöffnet und wird als eine Quelle verlässlicher Informationen zu unserem Kulturerbe etabliert. Die Digitalisierung ermöglicht somit, die Depots zumindest virtuell zu öffnen.

Information:

Das digitale Museum ist erreichbar unter http://digital.stadtmuseum-brandenburg.de/

Informationen über alle Jubiläumsaktivitäten in Brandenburg an der Havel finden Sie hier:

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Sonntag, 15.10.2017: Turmgeschichten im Steintorturm

Zum letzten Mal in diesem Jahr erzählen am 15.10.2017 um 15.30 Uhr Geschichtenerzähler der Gruppe „7 und ein Streich“ im Steintorturm sagenhafte Turmgeschichten. Unter dem Motto „Immer der Nase nach“ suchen die Erzähler in allen runden „Ecken“ des Steintorturmes und fragen sich: „Wer hat den Adler auf der Turmspitze gerupft?“ Oder „Warum darf die Kiste nicht geöffnet werden?“ Oder „Woran starb die Laus im Filzpantoffel?“ Lassen Sie sich in die Welt der Märchen und Geschichten entführen, bevor der Steintorturm ab 29.10. in die Winterpause geht. Für Personen ab 8 Jahre.

Vernissage am 29.09.2017, 18.00 Uhr

Das Schlemmerfrühstück, Aquarell, 1856

Am Freitag, dem 29.09.2017 findet um 18.00 Uhr die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung statt. Im Mittelpunkt steht der Künstler Theodor Hosemann, der "Berliner Milieumaler aus Brandenburg an der Havel". In diesem Jahr wäre der aus Brandenburger stammende Maler und Illustrator Theodor Hosemann 210 Jahre alt geworden. Er gehört zu den bekanntesten Brandenburger Künstlern des 19. Jahrhunderts und zu den wichtigsten Künstlern des Berliner Biedermeier.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

19.08.2017 Höfefest im Stadtmuseum

Am 19.08.2017 beteiligt sich das Stadtmuseum am Höfefest der Altstädter e.V. von 14.00 - 18.00 Uhr mit einem bunten Programm unter dem Motto "Puppenspiel, Musik und mehr...".
Es tritt u.a. um 15.00 Uhr das Lindenberger Marion-Etten-Theater auf, Sebastian Block gibt ab 16.30 Uhr ein Gitarrenkonzert, der Künstler Wilfried Schwarz zeichnet auf Wunsch ein Porträt von Ihnen, die LGB-Bahn wird von der IG Eisenbahn/Modelleisenbahn betrieben. Es gibt Kaffee und Kuchen oder wer es herzhafter mag, kann Fischbrötchen essen.

Programmflyer

Öffentliche Führung am 12.08.2017 um 14.00 Uhr

Luckenberger Brücke, Kohle, o.J.

Am Sonnabend, dem 12.08.2017 findet  um 14.00 Uhr eine öffentliche Führung
in der Ausstellung „Lebensreise. Malerei – Grafik – Décalcomanie“ des Künstlers Wilfried Schwarz statt.
Der Künstler führt durch seine mit 134 Werken bestückte Ausstellung, die aus Anlass seines 80. Geburtstages gezeigt wird. Folgen Sie ihm und seinen Lebens- und Reisespuren, die sich in seinen Bildern ablesen lassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

„Rangelnde Panther“ sind abgebaut und nun Studienobjekt der FH Potsdam

Studenten der FH Potsdam und Tobias Fischer der Fa. Grabdenkmale Fischer beim Verpacken der Tierplastik, 26.07.2017

Im Juni 2017 begann offiziell das Kooperationsprojekt „Restaurierung der Plastik Rangelnde Panther“ des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel mit der Fachhochschule Potsdam.
Studenten des Studienganges Restaurierung, Studienrichtung Stein, der FH werden die Restaurierung des Objektes als Studien- und Ausbildungsprojekt im Rahmen ihres Studienplanes über einen Zeitraum von 4 Semestern bis Juni 2019 durchführen.
Nach der Anfang Juni an der Plastik in der Sprengelstraße vorgenommenen Bestandsuntersuchung und der anschließenden Erstellung eines Abbauplanes durch die Studenten konnten am 26.07.2017 der Abbau der Figur und der Abtransport nach Potsdam erfolgen. Mit viel Akribie und Enthusiasmus hatten die Studenten unter Anleitung von Frau Professor Dr. Jeannine Meinhardt und  ihrer Werkstattleiterin Restaurierung Frau Katja Schmeikal diesen Tag - der sogar schon in ihren Semesterferien lag- vorbereitet. Um die Tierplastik sicher nach Potsdam bringen zu können hatten sie ein Gestell nach dem - von ihnen selbst so benannten - „Hanutaprinzip“ gefertigt, mit polsternden Zwischenlagen, wie bei der gleichnamigen süßen Waffel. Vor Ort – trotz strömendem Regen – arbeiteten die jungen Leute bis in die späten Nachmittagsstunden engagiert und eng mit der Firma Grabdenkmale Fischer aus Brandenburg zusammen, die die Abtrennung des fest im Boden verankerten Sockels vornahm und den Transport der Figur nach Potsdam durchführte.
Beim Verladen machte sich unvorhergesehen die Hilfe eines stärkeren Hebezeugs erforder-lich, das sehr kurzfristig eine Brandenburger Straßen- und Tiefbaufirma zur Verfügung stellte, denn die Betonplastik war doch etwas schwerer als zuvor ermittelt werden konnte. Letztendlich kam die Figur wohlbehalten in der Werkstatt der Potsdamer Fachhochschule an und verbleibt nun dort als Studienobjekt bis zum Ende des Sommersemesters 2019. Bis dahin soll in Brandenburg ein neuer ansprechender Standort für die Tierplastik, die 1972 Dietrich Rohde im Auftrag der Stadt geschaffen hatte, gefunden werden.

Wilfried Schwarz „Lebensreise“. Malerei – Grafik - Décalcomanie am Donnerstag, dem 15.06.2017, 18.00 Uhr im Stadtmuseum im Frey-Haus

Schaufenster in Rouen, 2010

„Du sollst einen Baum für wichtiger halten als eine Erfindung von Picasso.“ (Otto Pankok 1930)
„Die Schönheit der Farbe und der Form ist kein genügendes Ziel in der Kunst.“ (Wassily Kandinsky)
Diese Zitate gehören unbedingt zum Credo des „Augenmenschen“ Wilfried Schwarz, dessen Sache weder das gedankenlose „Abpinseln“ noch mehr oder weniger gewaltsame Formsuche und brutale anatomische Verzerrungen sind. Seine Arbeiten sollen den Betrachter erfreuen.

Wilfried Schwarz, 1937 in Finsterwalde/Niederlausitz geboren und im Osten Deutschlands aufgewachsen, lernte die Klassische Moderne erst spät kennen, denn diese galt in der DDR als dekadent und kapitalistisch. So orientierte er sich bei der Motivwahl direkt an der Natur und dem eigenen Erleben und begann das Gesehene grafisch und farblich zu gestalten.

Da Wilfried Schwarz als Lehrer für Kunsterziehung und Deutsch nicht von seiner Kunst leben musste, konnte er seinem Gefühl folgen, welches durch das visuelle Erlebnis ausgelöst wurde. In der Förderklasse Malerei/Grafik des Bezirkes Potsdam wurde er durch seine Mentoren Gottfried Höfer und Wolfgang Liebert in seiner künstlerischen Auffassung ermutigt und bestätigt.

Die wechselnden Kunstrichtungen und formalen Neuerungen des 20. Jahrhunderts indes waren ihm nicht so wichtig wie dem westlichen Kunstbetrieb, Galerien und Kunstwissenschaftlern. Auch das Anfertigen von künstlerischen Installationen, gleich welcher Art, überlässt er gern anderen Künstlern. Er bleibt bei seinem Skizzenbuch, beim Tafelbild und hofft, dass das geneigte Publikum dies auch heute zu schätzen weiß.
Experimenten steht er dennoch aufgeschlossen gegenüber und schließt sie nicht aus, wie die Beschäftigung mit der Décalcomanie in den vergangenen Jahren zeigt.

Der heute in Rathenow lebende Wilfried Schwarz wirkte von 1960 bis 2008 in der Stadt Brandenburg als Kunsterzieher, Fachbereichsleiter Kultur an der Volkshochschule und auch als Kulturamtsleiter (1990-92). Die Bilderschau „Lebensreise“ zeigt im Stadtmuseum im Frey-Haus eine Auswahl an Malerei, Grafik und Décalcomanien anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers.
Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnung am Donnerstag, dem 15.06.2017, um 18.00 Uhr im Stadtmuseum im Frey-Haus, Ritterstraße 96, eingeladen.
Die Ausstellung wird bis 27.08.2017 gezeigt.

Vernissage zur Sonderausstellung "Lebensreise"

Neue Sonderausstellung
Vernissage am Donnerstag, dem 15.06.2017, 18.00 Uhr im Museum im Frey-Haus

Wilfried Schwarz „Lebensreise“. Malerei – Grafik - Décalcomanie
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

öffentliche Führung durch die Reformationsausstellung

Führung am Sonntag, dem 11.06.2017, um 14.30 Uhr im Gotischen Haus
"Die Reformation vor Ort - und ein starrsinniger Schwiegersohn".
Auch Kinder sind herzlich willkommen. Es wird eine Lutherrose gemalt.