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„Rangelnde Panther“ sind abgebaut und nun Studienobjekt der FH Potsdam

Studenten der FH Potsdam und Tobias Fischer der Fa. Grabdenkmale Fischer beim Verpacken der Tierplastik, 26.07.2017

Im Juni 2017 begann offiziell das Kooperationsprojekt „Restaurierung der Plastik Rangelnde Panther“ des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel mit der Fachhochschule Potsdam.
Studenten des Studienganges Restaurierung, Studienrichtung Stein, der FH werden die Restaurierung des Objektes als Studien- und Ausbildungsprojekt im Rahmen ihres Studienplanes über einen Zeitraum von 4 Semestern bis Juni 2019 durchführen.
Nach der Anfang Juni an der Plastik in der Sprengelstraße vorgenommenen Bestandsuntersuchung und der anschließenden Erstellung eines Abbauplanes durch die Studenten konnten am 26.07.2017 der Abbau der Figur und der Abtransport nach Potsdam erfolgen. Mit viel Akribie und Enthusiasmus hatten die Studenten unter Anleitung von Frau Professor Dr. Jeannine Meinhardt und  ihrer Werkstattleiterin Restaurierung Frau Katja Schmeikal diesen Tag - der sogar schon in ihren Semesterferien lag- vorbereitet. Um die Tierplastik sicher nach Potsdam bringen zu können hatten sie ein Gestell nach dem - von ihnen selbst so benannten - „Hanutaprinzip“ gefertigt, mit polsternden Zwischenlagen, wie bei der gleichnamigen süßen Waffel. Vor Ort – trotz strömendem Regen – arbeiteten die jungen Leute bis in die späten Nachmittagsstunden engagiert und eng mit der Firma Grabdenkmale Fischer aus Brandenburg zusammen, die die Abtrennung des fest im Boden verankerten Sockels vornahm und den Transport der Figur nach Potsdam durchführte.
Beim Verladen machte sich unvorhergesehen die Hilfe eines stärkeren Hebezeugs erforder-lich, das sehr kurzfristig eine Brandenburger Straßen- und Tiefbaufirma zur Verfügung stellte, denn die Betonplastik war doch etwas schwerer als zuvor ermittelt werden konnte. Letztendlich kam die Figur wohlbehalten in der Werkstatt der Potsdamer Fachhochschule an und verbleibt nun dort als Studienobjekt bis zum Ende des Sommersemesters 2019. Bis dahin soll in Brandenburg ein neuer ansprechender Standort für die Tierplastik, die 1972 Dietrich Rohde im Auftrag der Stadt geschaffen hatte, gefunden werden.