Auf den Spuren der Brandenburger Havelschifffahrt im Steintorturm

Die Schifffahrt auf der Havel und den schiffbaren Kanälen, wie dem Stadtkanal, der unterhalb des Steintorturmes entlang geht, war seit frühester Zeit ein bedeutender Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs. Seit bald 100 Jahren ist die Frachtschifffahrt nun aber aus dem Innenstadtbereich verbannt. Dafür ermöglicht die Krakauer Vorstadtschleuse in Verbindung mit dem künstlich angelegten Silokanal der heutigen Berufsschifffahrt das schnelle Passieren der Stadt Bandenburg an der Havel auf dem Weg von Ost nach West und umgekehrt. 

Entlang der Havel - Schiffe, Schiffer, Traditionen

Fender und Schiffsblöcke, Anfang 20. Jh.

Die Stadt Brandenburg ist geprägt durch ihre Lage an der Havel sowie zahlreiche Havel-Seen und Kanäle. Seit frühester Zeit betrieben die Menschen hier Fischfang zum Nahrungs- und Lohnerwerb und seit dem 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein bildete der Kahn- und Schiffbau einen wichtigen Berufszweig. Der alte Stadt- und Schleusenkanal mit der alten Kesselschleuse (heute Sportbootschleuse) unterhalb des Steintorturmes stellte dabei über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Gewässer für die Berufsschifffahrt dar.

Das Museum im Steintorturm stellt deshalb genau an diesem Ort eine Schau zur Havelschifffahrt des 19. und 20. Jahrhunderts aus und präsentiert dem Besucher in einer anschaulichen Weise die Geschichte der Havelschifffahrt anhand von Schiffsmodellen und zahlreichen Schifferutensilien. Die Entwicklung des industriellen Schiffbaus in der Stadt, die Fracht- und Aus­flugsschifffahrt auf der Havel, Leben und Traditionen der Havelschiffer und die Geschichte der Schleusen und Brücken stellen dabei nur einige Themen dar. Im Anschluss Ihres Museumsbesuchs bietet Ihnen der Steintorturm eine wunderbare Aussicht auf die Stadt Brandenburg an der Havel.

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