Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen im Stadtmuseum sind zeitlich begrenzt und zeigen Einzelaspekte der stadt-, kultur- und kunstgeschichtlichen Entwicklung in der Stadt Brandenburg an der Havel.

Auf ein Neues … 150 Jahre Sammlungen des Museums

Optische Telegrafenstation auf dem Marienberg
Maler: Klempnermeister Bott, Öl, Leinwand, um 1840

Unter dem Titel  „Auf ein Neues … 150 Jahre Sammlungen des Museums“ zeigt das Museum vom 13.05. bis zum 28.10.2018 neue Schätze aus seinen Depots. Mit der Ausstellung wird auch an die 150 jährige Geschichte  des Historischen Vereins Brandenburg e.V. erinnert, der 1868 gegründet worden war. Damals begann der Verein Gegenstände zu sammeln, mit denen in Ausstellungen und in dem bald aufgebauten Museum den Besuchern die Geschichte der Stadt Brandenburg näher gebracht werden konnte. Somit kann heute auch von der 150jährigen Geschichte der Sammlungen des Museums gesprochen werden, dessen Grundstock über die Jahrzehnte hinweg erhalten geblieben ist und in den letzten Jahrzehnten bis heute umfassend erweitert wurde.
In 4 Ausstellungsabschnitten stehen dieses Mal ausgewählte Einzelobjekte für stadtgeschichtliche Aspekte vorrangig aus dem Zeitraum vom 18. bis zum 20. Jahrhundert im Mittelpunkt. Nur wenige Stücke sind älter. Es geht um „ Museales der ersten Stunde“, die wechselvolle Geschichte des Marienberges, um Einblicke in das frühe Brandenburger Handwerk und Facetten der Industrieproduktion, speziell der metallverarbeitenden Industrie. Die ältesten und bedeutendsten Stücke sind die beiden letzten originalen Heiligenfiguren aus Backstein von der Katharinenkirche, die mit Hilfe von Fördermitteln restauriert werden konnten. Zu den jüngsten Objekten gehört die Erinnerungstafel zur Einweihung der Friedenswarte von 1974. Die Palette dazwischen reicht von einer „doppelten Zankgeige“ und einem Kienspanhalter, über das einzige überlieferte Gemälde mit der Darstellung des optischen Telegrafen auf dem Marienberg, ein Tuchmacher-Gewerksschild einer Handwerkerherberge bis zu einem Leichtmotorrad der Excelsior-Werke von 1935.  Hinter jedem Stück steckt ein spezielles Puzzleteil der Brandenburger Stadtgeschichte. Ergänzt wird die Ausstellung durch wunderbare Industriefotos von 1906, die in einer Bilderschau gezeigt werden. Es kann auch ein historischer Stadtgang mit dem alten Film über „ Brandenburg - die tausendjährige Stadt der Mark“ von 1929 angesehen werden. In unserer Medienstation gibt es ein ganz neues Modul, in dem es um die wechselvolle Nutzungsgeschichte des Marienberges geht.

Digitale Ausstellung "16. Jahrhundert und die Reformation in Brandenburg an der Havel"

Startseite der digitalen Ausstellung

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel bietet eine digitale Erlebnisreise in die Zeit der Reformation. Begeben Sie sich auf interaktive Tour durch Brandenburg an der Havel im 16. Jahrhundert und entdecken Sie die heute noch sichtbaren Spuren jener Zeit. Einfach hier klicken und Sie werden automatisch zu der Ausstellung geführt.

Externe Ausstellungsseite: http://digital.stadtmuseum-brandenburg.de

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Vom Raupenschlepper zum Truck. Spielzeug des VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Havel) 1956 - 1991

Spielzeug des VEB Mechanische Spielwaren, 1980er Jahre

Zum Beginn der Sommerferienzeit in Brandenburg ist das Ausstellungsangebot des Stadtmuseum erweitert worden. In Ergänzung der ständigen Ausstellung zur Branden- burger Spielzeugindustrie beleuchtet nun zusätzlich ein wesentlich vertiefender Abschnitt  die jüngste Epoche der Spielzeugherstellung im VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Havel).

Das Museum Brandenburg hatte es sich seit den 1950er Jahren zur Aufgabe gemacht, Spielzeug aus der Stadt Brandenburg systematisch zu sammeln und der Öffentlichkeit zu zeigen. Aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Stadtmuseums wird in der Museumsreihe „ Schätze aus dem Depot“ nun eine Werkschau gezeigt, die die Produktionspalette des VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg umfassend wie noch nie präsentiert.

35 Jahre lang fertigte der Betrieb VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (MSB) in den ehemaligen Fabrikgebäuden des Spielzeugwerkes von Ernst Paul Lehmann Spielzeug an. Es begann am 1. September 1956. Figürliches Spielzeug stellte in den Anfangsjahren das Hauptsortiment dar. Danach  wurde die Produktion zielgerichtet auf die Herstellung von Fahrzeugen umgestellt. Das blieb bis zur Schließung Ende 1991 so.
Thematisch oder nach Fahrzeugserien geordnet, werden die  Raupenschlepper, Baufahrzeuge, Tankfahrzeuge, Feuerwehren, Serviceautos, Rennwagen, Container-Fahrzeuge oder Autos der Kleinfahrzeugserie GNOM, Jeeps, Flugzeuge und Weltraumspielzeug, Lastkraftwagen, Trucks und Spielzeug anderer Art, das ebenfalls in Brandenburg produziert wurde, vorgestellt. Mechanisch oder elektromechanisch angetrieben waren die Fahrzeuge sehr funktionell und erfreuten darum Kinderherzen im In- und Ausland.
Groß und Klein können sich an den der Realität nachempfundenen Fahrzeugarten, an den zeittypischen Fahrzeugen oder an den unterschiedlichen Varianten eines Fahrzeugtyps erfreuen. Beeindruckend sind die oft sehr farbenfrohen Aufdrucke, die eindeutig erkennen lassen, dass diese Autos häufig auch für den Export ins Ausland bestimmt waren.

Zeitgenössische farbige Werbeblätter mit Produktinformationen sowie zahlreiche Fotos aus verschiedenen  Produktionsbereichen lassen die Besucher in die Welt der industriellen Fertigung des Spielzeugs in Brandenburg eintauchen. Eine digitalisierte Fotoschau von 1974 ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung des Betriebes in all seinen Facetten. Kinder haben auch die Gelegenheit selbst mit Autos zu spielen. Eltern und Großeltern könnten dabei ihren Kindern und Enkelkindern die Funktionsweise der Fahrzeuge erklären und aus ihrer eigenen Kindheit erzählen, wie sie selbst mit derartigen Autos gespielt haben.

 

 

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