Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen im Stadtmuseum sind zeitlich begrenzt und zeigen Einzelaspekte der stadt-, kultur- und kunstgeschichtlichen Entwicklung in der Stadt Brandenburg an der Havel.

Sonderausstellung "50 Jahre Regattastrecke Beetzsee"

Foto: Verwaltung

In der imposanten St.Johanniskirche, die im Vorfeld der BUGA 2015 aufwendig saniert wurde und als Blumenhalle diente, werden vom 29. Juni bis zum 01. September 2019 interessante Exponate aus der inzwischen schon fünf Jahrzehnte währenden eindrucksvollen Geschichte der bekannten Brandenburger Naturregattastrecke gezeigt. Sie stammen aus den Beständen des Stadtmuseums, das für die Ausstellung verantwortlich zeichnet, und der Regattastrecke sowie von Wassersportvereinen, Verbänden und Privatpersonen.

  • Ausstellungsdauer: 29.06. - 01.09.2019
  • Öffnungszeiten:  Mo - Sa, 11.00 - 18.00 Uhr, So 11.00 - 17.00 Uhr
  • Eintritt:   Erwachsene  3,00 € / ermäßigt  1,50 € / Familien  5,00 € / Kinder und Schüler frei

 

Am 11. November 1918 fand in den Nachmittagsstunden die bisher größte Demonstration der Einwohnerschaft der Stadt Brandenburg statt.
Das Wohlfahrtsforum entstand 1928 -1930
Es gehört zu den Hauptwerken des
"Neuen Bauens" in Brandenburg
Demonstration am 12. 11.1989.
Ca. 12000 Brandenburger nahmen teil.

Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung

Die zeithistorische Ausstellung unter dem vollständigen Titel „Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung - Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche in der Stadt Brandenburg an der Havel“ möchte  Besucherinnen und Besucher auf eine anschauliche Geschichtsreise durch das „kurze 20. Jahrhundert“ mitnehmen. Der historische Rahmen umfasst die Zeit von der Novemberrevolution und der Ausrufung der Weimarer Republik in den Jahren 1918/19 bis zur friedlichen Revolution im Jahr 1989. Diese Zeiten der verschiedenen Epochenwechsel brachten für Brandenburg massive Brüche und Veränderungen mit sich – für die Bürgerinnen und Bürger auf politischer Ebene, für die Wirtschaft, Kultur und Bildung aber auch bis in die Familien hinein. Wichtiger Ansatz des Projektes ist es, Geschichte anhand individueller Biographien darzustellen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die spannende Frage, welche Enttäuschungen erlitten die Bürgerinnen und Bürger, welche Sehnsüchte und Hoffnungen erwuchsen aus diesen Situationen.
Unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen erstritten und erkämpften mutige Männer und Frauen Deutschlands erste Demokratie. Welche Rolle spielten Personen wie der Oberbürgermeister Franz Schleusener oder der Stadtverordnetenvorsteher Otto Sidow (SPD-Mitglied)? Wer kennt Else Fisch, eine der drei ersten Frauen, die in die erste Stadtverordnetenversammlung, die nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht im Jahre 1919 durchgeführt wurde,  gewählt wurde.  Wie gestaltete sich das Leben politisch aktiver Menschen in zwei Diktaturen – erzählt am Schicksal von Charlotte  Grupa, geb. Henschel und ihrem Bruder Fritz Henschel. Was können uns die Mitglieder des Friedensarbeitskreises der evangelischen Kirche über ihren Kampf gegen Aufrüstung und für Frieden in den 80iger Jahren erzählen, sind ihre Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllt worden? Oder machten sich auch Enttäuschungen breit?
Die Ausstellung wird begleitet durch ein interessantes Veranstaltungsprogramm.
Schülerinnen und Schüler des von Saldern-Gymnasiums beteiligen sich im Rahmen ihres Unterrichtsthemas „Leben in zwei Diktaturen“ an der Ausstellung.

Ausstellungsdauer: 22.02.2019 bis 23.02.2020
Ort: Stadtmuseum im Frey-Haus, Ritterstraße 96

http://sonderausstellung.stadtmuseum-brandenburg.de

 

 

Nach oben

Digitale Ausstellung "16. Jahrhundert und die Reformation in Brandenburg an der Havel"

Startseite der digitalen Ausstellung

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel bietet eine digitale Erlebnisreise in die Zeit der Reformation. Begeben Sie sich auf interaktive Tour durch Brandenburg an der Havel im 16. Jahrhundert und entdecken Sie die heute noch sichtbaren Spuren jener Zeit. Einfach hier klicken und Sie werden automatisch zu der Ausstellung geführt.

Externe Ausstellungsseite: http://digital.stadtmuseum-brandenburg.de

Nach oben

Vom Raupenschlepper zum Truck. Spielzeug des VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Havel) 1956 - 1991

Spielzeug des VEB Mechanische Spielwaren, 1980er Jahre

Zum Beginn der Sommerferienzeit in Brandenburg ist das Ausstellungsangebot des Stadtmuseum erweitert worden. In Ergänzung der ständigen Ausstellung zur Branden- burger Spielzeugindustrie beleuchtet nun zusätzlich ein wesentlich vertiefender Abschnitt  die jüngste Epoche der Spielzeugherstellung im VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Havel).

Das Museum Brandenburg hatte es sich seit den 1950er Jahren zur Aufgabe gemacht, Spielzeug aus der Stadt Brandenburg systematisch zu sammeln und der Öffentlichkeit zu zeigen. Aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Stadtmuseums wird in der Museumsreihe „ Schätze aus dem Depot“ nun eine Werkschau gezeigt, die die Produktionspalette des VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg umfassend wie noch nie präsentiert.

35 Jahre lang fertigte der Betrieb VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (MSB) in den ehemaligen Fabrikgebäuden des Spielzeugwerkes von Ernst Paul Lehmann Spielzeug an. Es begann am 1. September 1956. Figürliches Spielzeug stellte in den Anfangsjahren das Hauptsortiment dar. Danach  wurde die Produktion zielgerichtet auf die Herstellung von Fahrzeugen umgestellt. Das blieb bis zur Schließung Ende 1991 so.
Thematisch oder nach Fahrzeugserien geordnet, werden die  Raupenschlepper, Baufahrzeuge, Tankfahrzeuge, Feuerwehren, Serviceautos, Rennwagen, Container-Fahrzeuge oder Autos der Kleinfahrzeugserie GNOM, Jeeps, Flugzeuge und Weltraumspielzeug, Lastkraftwagen, Trucks und Spielzeug anderer Art, das ebenfalls in Brandenburg produziert wurde, vorgestellt. Mechanisch oder elektromechanisch angetrieben waren die Fahrzeuge sehr funktionell und erfreuten darum Kinderherzen im In- und Ausland.
Groß und Klein können sich an den der Realität nachempfundenen Fahrzeugarten, an den zeittypischen Fahrzeugen oder an den unterschiedlichen Varianten eines Fahrzeugtyps erfreuen. Beeindruckend sind die oft sehr farbenfrohen Aufdrucke, die eindeutig erkennen lassen, dass diese Autos häufig auch für den Export ins Ausland bestimmt waren.

Zeitgenössische farbige Werbeblätter mit Produktinformationen sowie zahlreiche Fotos aus verschiedenen  Produktionsbereichen lassen die Besucher in die Welt der industriellen Fertigung des Spielzeugs in Brandenburg eintauchen. Eine digitalisierte Fotoschau von 1974 ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung des Betriebes in all seinen Facetten. Kinder haben auch die Gelegenheit selbst mit Autos zu spielen. Eltern und Großeltern könnten dabei ihren Kindern und Enkelkindern die Funktionsweise der Fahrzeuge erklären und aus ihrer eigenen Kindheit erzählen, wie sie selbst mit derartigen Autos gespielt haben.

 

Nach oben